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Gin Sorten: Der große Überblick über die beliebtesten Gin Arten

Gin gehört heute zu den vielseitigsten Spirituosen überhaupt. Noch vor einigen Jahren kannte man meist nur wenige bekannte Marken, doch inzwischen ist die Auswahl riesig geworden. Genau deshalb fällt es vielen schwer, den Überblick über die verschiedenen Gin Arten zu behalten. Manche schmecken intensiv nach Wacholder, andere eher fruchtig, würzig oder sogar süßlich. Hinter jeder Kategorie steckt dabei nicht nur ein eigener Geschmack, sondern oft auch eine spannende Geschichte.

Wer sich näher mit Gin beschäftigt, stößt schnell auf Begriffe wie London Dry, Navy Strength oder Old Tom. Für Einsteiger wirken diese Namen oft kompliziert, dabei lassen sich die Unterschiede eigentlich leicht erklären. Manche Sorten folgen strengen Regeln bei der Herstellung, andere geben Brennmeistern deutlich mehr Freiheit für kreative Ideen.

Dieser Überblick zeigt die wichtigsten Kategorien, ihre Besonderheiten und warum jede Art ihren ganz eigenen Charakter besitzt.

Classic und Ruby Edition Dry Gin von Nicolai & Sohn im Vergleich
gedeckte Tafel mit dem Barrel Aged Portwein Gin

Inhaltsverzeichnis


1. Die Geschichte hinter den Gin Sorten

London Dry gilt als die bekannteste Gin Kategorie weltweit. Trotz des Namens muss diese Sorte übrigens nicht aus London stammen. Entscheidend ist vielmehr die Herstellung. Nach der Mazeration der Botanicals wird der Gin erneut destilliert. Dabei dürfen später keine künstlichen Aromen oder Zucker zugesetzt werden.

Typisch für London Dry ist ein klarer Wacholdercharakter. Dazu kommen oft frische Zitrusnoten sowie leichte Kräuter- und Waldaromen. Genau dieser trockene und klassische Stil macht ihn zur perfekten Basis für Cocktails wie Gin Tonic oder Martini.

Viele bekannte Marken setzen auf diesen traditionellen Stil, weil er den ursprünglichen Charakter von Gin besonders gut widerspiegelt.

Detailaufnahme der Ruby Edition Dry Gin Flasche von Nicolai & Sohn
gedeckte Tafel mit dem Barrel Aged Portwein Gin

2. London Dry Gin  Der Klassiker

Distilled Gin findet man überraschend selten als großen Schriftzug auf Flaschen, obwohl viele Produkte genau in diese Kategorie fallen. Auch hier werden Botanicals zunächst im Alkohol eingelegt und anschließend destilliert.

Im Unterschied zu London Dry sind die Vorgaben jedoch lockerer. Dadurch haben Brennereien mehr Spielraum bei Geschmack und Rezeptur. Manche Produkte wirken deshalb weicher oder experimenteller.

Vor allem kleinere Craft-Destillerien nutzen diese Kategorie gerne, um neue Ideen umzusetzen und ungewöhnliche Botanicals einzusetzen.


3. Distilled Gin  Die oft unterschätzte Kategorie

Was bedeutet Distilled Gin eigentlich?

Distilled Gin findet man überraschend selten als großen Schriftzug auf Flaschen, obwohl viele Produkte genau in diese Kategorie fallen. Auch hier werden Botanicals zunächst im Alkohol eingelegt und anschließend destilliert.

Im Unterschied zu London Dry sind die Vorgaben jedoch lockerer. Dadurch haben Brennereien mehr Spielraum bei Geschmack und Rezeptur. Manche Produkte wirken deshalb weicher oder experimenteller.

Vor allem kleinere Craft-Destillerien nutzen diese Kategorie gerne, um neue Ideen umzusetzen und ungewöhnliche Botanicals einzusetzen.

Warum Navy Strength Gin so stark ist

Unter den verschiedenen Gin Varianten gehört der Navy Strength Gin definitiv zu den intensivsten Varianten. Seine Geschichte reicht bis zur britischen Marine zurück. Seeleute transportierten damals große Mengen Gin auf ihren Schiffen. Um sicherzugehen, dass der Alkohol nicht mit Wasser gestreckt wurde, nutzte man einen besonderen Test.

Der Gin wurde mit Schießpulver vermischt und entzündet. Brennte das Pulver sauber ab, hatte der Gin ausreichend Alkoholgehalt. Genau daraus entstand der Begriff „Gunpowder Proof“. Heute liegt Navy Strength Gin meist bei rund 57 bis 58 Prozent Alkohol.

Durch den hohen Alkoholgehalt wirken die Aromen oft deutlich intensiver. Wacholder, Kräuter und Gewürze treten kräftiger hervor und bleiben länger am Gaumen präsent. Gerade in Cocktails sorgt Navy Strength Gin für besonders viel Charakter.

Viele Barkeeper lieben diese Kategorie, weil sie Drinks mehr Tiefe verleiht. Ein Gin Tonic mit Navy Strength Gin schmeckt oft deutlich würziger und komplexer als mit einem klassischen Dry Gin.


5. Old Tom Gin  Die süßere unter den Gins

Wie Old Tom Gin entstanden ist

Als süße Produkte wie Liköre und Pralinen immer beliebter wurden, musste sich auch Gin verändern. Daraus entstand Old Tom – eine mildere und leicht gesüßte Variante.

Im Vergleich zu trockenen Sorten wirkt Old Tom deutlich weicher. Moderne Varianten werden teilweise sogar im Fass gelagert, wodurch zusätzliche Holz- und Vanillenoten entstehen können.

Diese Kategorie war besonders im 19. Jahrhundert populär und erlebt heute wieder ein starkes Comeback.

6. Bathtub Gin oder Compound Gin  Die rebellische Untergruppe

Die Geschichte des Badewannen-Gins

Compound Gin, oft auch Bathtub Gin genannt, entstand während der englischen Gin-Krise. Damals wurde Neutralalkohol einfach mit Wacholder und Kräutern versetzt – häufig tatsächlich in Badewannen.

Im Gegensatz zu hochwertig destillierten Varianten erfolgt hier oft keine zweite Destillation. Dadurch war die Herstellung günstig und einfach, allerdings häufig auch qualitativ schlechter.

Heute greifen manche Hersteller das historische Verfahren bewusst wieder auf und kombinieren es mit modernen Rezepturen.


7.New Western Dry Gin  Die moderne Revolution

Wenn Wacholder nicht mehr im Mittelpunkt steht

New Western steht für moderne und kreative Interpretationen. Hier muss Wacholder nicht mehr der dominante Geschmack sein. Stattdessen rücken andere Botanicals stärker in den Vordergrund.

Beliebt sind beispielsweise:

  • Gurke
  • Lavendel
  • Pfeffer
  • Rosmarin
  • exotische Früchte

Gerade Craft-Destillerien experimentieren gerne mit diesem Stil. Dadurch entstehen außergewöhnliche Produkte mit völlig neuen Geschmacksprofilen.


8. Barrel Aged Gin  Wenn Gin auf Whisky trifft

Fasslagerung als neues Geschmackserlebnis

Eine der spannendsten und modernen Gin Variationen ist der Barrel Aged Gin. Hier wird Gin für eine bestimmte Zeit im Holzfass gelagert – ähnlich wie Whisky oder Rum. Dadurch verändert sich das Aroma deutlich.

Je nach Fassart entstehen unterschiedliche Geschmacksprofile. Ehemalige Bourbonfässer bringen oft Vanille und Karamellnoten ein, während Weinfässer fruchtigere Akzente erzeugen können.

Der Wacholder bleibt zwar erhalten, wird aber von warmen Holznoten ergänzt. Viele Barrel Aged Gins wirken dadurch weicher, runder und komplexer.

Besonders spannend ist diese Kategorie für Whisky-Liebhaber, die sich langsam an Gin herantasten möchten. Der Übergang zwischen beiden Spirituosen wird hier deutlich fließender.

9. Farbige Gins  Trend oder echte Gin Sorte?

Warum bunte Gins so umstritten sind

Ob pink, blau oder violett – farbige Produkte sind inzwischen überall zu sehen. Die auffälligen Farben entstehen meist erst nach der Destillation durch zusätzliche Zutaten oder Nachmazeration.

Kritiker sehen darin oft eher Marketing als echte Handwerkskunst. Manche Hersteller nutzen intensive Farben und Süße auch, um Fehlaromen zu verdecken.

Trotzdem gibt es hochwertige Produkte, bei denen Farbe und Geschmack sinnvoll zusammenspielen.


10. Welche Gin Sorten eignen sich für Einsteiger?

Der beste Einstieg in die Gin Welt

Wer gerade erst beginnt, sich mit Gin auseinanderzusetzen, sollte nicht direkt mit extremen Varianten starten. Besonders geeignet sind klassische London Dry Gins oder weichere Old Tom Gins.

Für Einsteiger empfiehlt sich oft folgende Reihenfolge:

    Gin Sorte              Für wen geeignet
London Dry Gin            Klassischer Einstieg
Old Tom Gin            Für mildere Geschmäcker
New Western Dry            Für Experimentierfreudige
Navy Strength            Für erfahrene Genießer
Barrel Aged Gin            Für Gin und Whisky-Fans

Der beste Weg bleibt allerdings das Probieren. Gerade Gin lebt von Vielfalt und persönlichen Vorlieben.

11. Warum die Vielfalt der Gin Sorten weiter wachsen wird

Die Welt des Gins entwickelt sich ständig weiter. Neue Botanicals, innovative Fasslagerungen und regionale Zutaten sorgen dafür, dass immer neue Stilrichtungen entstehen. Besonders kleine Craft-Destillerien treiben diese Entwicklung voran.

Laut aktuellen Marktanalysen gehört Gin weiterhin zu den am schnellsten wachsenden Spirituosen weltweit. Allein in Europa erscheinen jedes Jahr hunderte neue Produkte. Verbraucher suchen zunehmend nach Individualität, regionalem Bezug und außergewöhnlichen Geschmackserlebnissen.

Genau deshalb wird die Vielfalt in Zukunft vermutlich noch größer werden. Tradition und Innovation existieren beim Gin heute nebeneinander wie kaum bei einer anderen Spirituose.


12. Fazit: Gin Sorten verstehen und bewusster genießen

Die Welt der Gins entwickelt sich ständig weiter. Neue Botanicals, innovative Fasslagerungen und regionale Zutaten sorgen dafür, dass immer neue Stilrichtungen entstehen. Besonders kleine Craft-Destillerien treiben diese Entwicklung voran.

Laut aktuellen Marktanalysen gehört Gin weiterhin zu den am schnellsten wachsenden Spirituosen weltweit. Allein in Europa erscheinen jedes Jahr hunderte neue Produkte. Verbraucher suchen zunehmend nach Individualität, regionalem Bezug und außergewöhnlichen Geschmackserlebnissen.

Genau deshalb wird die Vielfalt in Zukunft vermutlich noch größer werden. Tradition und Innovation existieren beim Gin heute nebeneinander wie kaum bei einer anderen Spirituose.

13. FAQs zu Gin Sorten

Welche Gin Sorte ist die bekannteste?

Der London Dry Gin gilt weltweit als die bekannteste und am weitesten verbreitete Gin Sorte.

Was ist der Unterschied zwischen London Dry und Distilled Gin?

London Dry Gin unterliegt strengeren Regeln und darf nach der Destillation nicht gesüßt oder aromatisiert werden. Distilled Gin erlaubt mehr Freiheit.

Warum hat Navy Strength Gin mehr Alkohol?

Die hohe Alkoholstärke stammt aus der britischen Marinegeschichte. So konnte geprüft werden, ob der Gin mit Wasser gestreckt wurde.

Sind farbige Gins hochwertig?

Das hängt stark vom Hersteller ab. Manche Produkte sind hochwertig, andere nutzen Farbe und Süße eher zur Maskierung von Fehlaromen.

Welche Gin Sorte eignet sich am besten für Gin Tonic?

London Dry Gin eignet sich durch seinen klaren Wacholdercharakter besonders gut für klassische Gin Tonics.

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